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Evergreen Funnel für deinen Online‑Kurs: Automatisiert verkaufen (2026)

So baust du einen Evergreen Funnel auf, der deinen Online‑Kurs automatisch verkauft: 5 Bausteine, die E‑Mail‑Sequenz im Detail und ein Schritt‑für‑Schritt‑Fahrplan.

Lesezeit: ca. 20 Min. · Aktualisiert: 2026-02-28

Du willst den kompletten A–Z‑Pfad? Online‑Kurs erstellen (Hauptanleitung).

Kurzfassung

  • Worum geht’s? So baust du einen Evergreen Funnel auf, der deinen Online‑Kurs automatisch verkauft: 5 Bausteine, die E‑Mail‑Sequenz im Detail und ein Schritt‑für‑Schritt‑Fahrplan.
  • Hauptanleitung: Online‑Kurs erstellen (A–Z)
  • Inhalt (Überblick): Was ist ein Evergreen Funnel? (Ohne Marketing‑Deutsch) → Warum du NICHT sofort mit Evergreen starten solltest → Die 5 Bausteine deines Evergreen Funnels → Die E‑Mail‑Sequenz im Detail: 7 E‑Mails, die verkaufen → Besucher für deinen Funnel gewinnen → 5 typische Evergreen‑Fehler (und wie du sie vermeidest)
  • FAQ: Am Ende findest du kurze, klare Antworten auf häufige Fragen.

Schritt‑für‑Schritt Überblick

Wenn du nur einen schnellen Fahrplan willst, nutze diese Schritte als Leitplanke. Die Details stehen in den jeweiligen Abschnitten.

  1. Schritt 1: Was ist ein Evergreen Funnel? (Ohne Marketing‑Deutsch)
  2. Schritt 2: Warum du NICHT sofort mit Evergreen starten solltest
  3. Schritt 3: Die 5 Bausteine deines Evergreen Funnels
  4. Schritt 4: Die E‑Mail‑Sequenz im Detail: 7 E‑Mails, die verkaufen
  5. Schritt 5: Besucher für deinen Funnel gewinnen
  6. Schritt 6: 5 typische Evergreen‑Fehler (und wie du sie vermeidest)

Was ist ein Evergreen Funnel? (Ohne Marketing‑Deutsch)

Stell dir vor, du wachst morgens auf, checkst dein Handy und siehst: Drei Leute haben deinen Online-Kurs gekauft. Während du geschlafen hast. Ohne dass du irgendetwas tun musstest. Klingt wie ein Versprechen aus einer schlechten Werbeanzeige? Ist es aber nicht. Es ist genau das, was ein Evergreen Funnel macht – wenn du ihn richtig aufbaust.

Das Schlüsselwort ist 'richtig'. Denn die meisten Evergreen Funnel funktionieren nicht – weil die Leute Schritte überspringen, zu früh automatisieren oder denken, man stellt das einmal ein und muss sich nie wieder kümmern.

Falls du deinen Kurs noch gar nicht verkauft hast, lies zuerst unseren Artikel über Online-Kurs verkaufen. Denn dort fängt alles an.

Funnel heißt übersetzt Trichter – gemeint ist ein automatisierter Verkaufsprozess. Oben kommen viele Leute rein (die sich zum Beispiel ein Freebie herunterladen), und unten kommen die raus, die deinen Kurs kaufen. Wie bei einem echten Trichter wird es nach unten hin enger – nicht jeder kauft, und das ist normal.

Evergreen heißt immergrün. Wie eine Tanne, die das ganze Jahr grün ist. Dein Funnel läuft also dauerhaft – nicht nur während einer bestimmten Launch-Woche. Jemand kann heute auf deine Seite kommen, sich eintragen und nächste Woche kaufen, egal ob es Januar oder August ist.

Kurz: Ein Evergreen Funnel ist ein automatisierter Verkaufsprozess, der dauerhaft läuft. Neue Menschen entdecken deinen Kurs, werden über E-Mails aufgewärmt und entscheiden sich zum Kauf. Alles automatisch.

Der Unterschied zum Live-Launch

Beim klassischen Live-Launch machst du alles auf einmal: Spannung aufbauen, Webinar veranstalten, Kurs für eine Woche öffnen, Türen wieder schließen. Das funktioniert – kann aber extrem stressig sein. Beim Evergreen Funnel passiert das Gleiche, nur individuell für jeden Interessenten.

Live-LaunchEvergreen Funnel
Wann kann man kaufen?Nur während der Launch-WocheJederzeit
Stress-LevelHoch (alles auf einmal)Niedrig (läuft im Hintergrund)
EinnahmenGroße Spitzen, dazwischen nichtsGleichmäßig, planbar
Aufwand am AnfangMittelHoch (einmal alles aufbauen)
Aufwand danachHoch (bei jedem Launch wieder)Niedrig (optimieren und pflegen)
Merke

Ein Evergreen Funnel ist wie ein guter Mitarbeiter. Er arbeitet zuverlässig, macht keine Fehler und braucht keinen Urlaub. Aber du musst ihn erstmal gründlich einarbeiten.

Warum du NICHT sofort mit Evergreen starten solltest

Ich weiß, das klingt widersprüchlich. Ein ganzer Artikel über Evergreen Funnel – und das Erste was ich sage ist: Mach es noch nicht. Aber das ist einer der größten Fehler, den ich sehe. Leute erstellen einen Kurs, bauen sofort einen automatisierten Funnel und wundern sich, warum niemand kauft. Das ist, als würdest du ein Restaurant eröffnen, ohne jemals jemanden dein Essen probieren zu lassen.

Warum Live-Launches zuerst kommen müssen

Bei einem Live-Launch redest du direkt mit echten Menschen. Du siehst, welche Fragen kommen, welche Einwände auftauchen und welche Formulierungen funktionieren. Diese Daten sind Gold wert – daraus baust du später deinen Evergreen Funnel.

Was du aus Live-Launches lernst:

  • Welche Einwände kommen immer wieder? 'Ich habe keine Zeit.' 'Funktioniert das auch für mein Thema?" → Diese Einwände baust du in deine E-Mail-Sequenz ein.
  • Welche Ergebnisse erzielen deine Teilnehmer? → Diese Ergebnisse nutzt du als Beweis auf deiner Verkaufsseite.
  • Wie hoch ist deine Conversion Rate? → Wenn 5 von 100 Webinar-Zuschauern kaufen, weißt du: Der Funnel funktioniert grundsätzlich. Wenn 0 von 100 kaufen, stimmt etwas am Angebot nicht.
  • Was ist die Transformation, die dein Kurs liefert? → Echte Vorher-Nachher-Geschichten sind der beste Verkaufsmotor überhaupt.

Die Faustregel

Mindestens ein bis zwei erfolgreiche Live-Launches, bevor du auf Evergreen umstellst.

'Erfolgreich' heißt: Du hast verstanden, wem dein Kurs hilft, warum die Leute kaufen und was sie davon abhält. Automatisieren kannst du nur, was vorher schon manuell funktioniert hat. Wenn du etwas automatisierst, das noch nie von Hand geklappt hat, automatisierst du nur das Scheitern.

Falls du gerade erst am Anfang stehst, wirf einen Blick auf unseren Artikel zur Online-Kurs Launch-Strategie. Dort findest du alles, was du für deinen ersten erfolgreichen Launch brauchst.

Die 5 Bausteine deines Evergreen Funnels

Gut, nehmen wir an, du hast ein oder zwei Live-Launches hinter dir. Du weißt, dass dein Kurs funktioniert. Du hast Testimonials, du kennst die typischen Einwände und du hast eine Verkaufsseite, die konvertiert. Jetzt bauen wir deinen Evergreen Funnel. Und der besteht aus genau fünf Bausteinen.

Baustein 1: Der Einstieg (dein kostenloser Köder)

Bevor jemand deinen Kurs kauft, muss er dich erstmal kennenlernen. Und dafür brauchst du etwas, das neue Interessenten anzieht und dir ihre E-Mail-Adresse gibt. Dein Köder muss so gut sein, dass die Leute denken: 'Wenn das kostenlos ist – wie gut muss dann erst der bezahlte Kurs sein?"

Das kann sein:

  • Ein Mini-Kurs (3–5 kurze Lektionen per E-Mail oder Video) → funktioniert besonders gut, weil die Leute schon mal erleben, wie es ist, von dir zu lernen. Mehr dazu in unserem Artikel über Mini-Online-Kurs erstellen.
  • Eine Checkliste oder ein Worksheet → schnell zu erstellen und sofort nützlich.
  • Ein aufgezeichnetes Webinar → nutze einfach die Aufzeichnung deines Live-Launch-Webinars.
  • Ein Quiz → Quizze haben oft die höchste Eintragungsrate, weil sie neugierig machen.
  • Ein PDF-Guide → zum Beispiel 'Die 5 größten Fehler beim Online-Kurs-Erstellen (und wie du sie vermeidest)."
Wichtig

Dein Köder muss thematisch zu deinem Kurs passen. Wenn du einen Kurs über Hundetraining verkaufst, hilft dir ein Freebie über Katzenpflege herzlich wenig. Fang mit dem Webinar-Mitschnitt aus deinem Live-Launch an. Den hast du schon, er funktioniert nachweislich und du musst nichts Neues erstellen.

Baustein 2: Die E-Mail-Sequenz

Das ist das Herzstück deines Funnels. Hier passiert die eigentliche Arbeit: Du baust eine Beziehung auf, zeigst deine Expertise und führst den Interessenten Schritt für Schritt zum Kauf. 5 bis 7 E-Mails über einen Zeitraum von 7 bis 14 Tagen. Mehr braucht es nicht. Weniger funktioniert selten.

Was die E-Mails NICHT sein sollten: Eine Werbebrief-Serie, in der du nur 'Kauf meinen Kurs!' schreist. Was die E-Mails SEIN sollten: Eine Mischung aus echtem Mehrwert und sanfter Hinführung zum Angebot.

Baustein 3: Die Verkaufsseite

Deine Verkaufsseite ist der Ort, an dem die Entscheidung fällt. Wenn du bereits Live-Launches gemacht hast, hast du bereits eine Verkaufsseite, die funktioniert. Die nimmst du und passt sie für Evergreen an.

Der größte Unterschied: Du entfernst alle Hinweise auf ein bestimmtes Datum. Kein 'Der Kurs startet am 15. März" mehr. Stattdessen: 'Starte sofort nach dem Kauf.' Alles Weitere findest du in unserem Guide zur Online-Kurs Verkaufsseite.

Baustein 4: Dringlichkeit (und zwar ethisch!)

Hier wird es heikel. Denn Dringlichkeit ist der größte Hebel im Verkauf – aber auch der am häufigsten missbrauchte. Wenn dein Kurs jederzeit verfügbar ist, gibt es erstmal keinen Grund, JETZT zu kaufen. Dringlichkeit hilft Menschen, eine Entscheidung zu treffen.

Ethische Möglichkeiten für Dringlichkeit:

  • Individueller Timer: Jeder Interessent bekommt ein eigenes Zeitfenster (zum Beispiel 7 Tage nach der Eintragung), in dem ein Frühbucher-Rabatt oder ein Bonus gilt.
  • Zeitbegrenzter Bonus: Wer innerhalb von 7 Tagen kauft, bekommt ein zusätzliches Bonus-Modul, eine persönliche Feedback-Runde oder ein Template-Paket.
  • Begrenzte Plätze für eine Live-Komponente: Dein Kurs hat ein monatliches Live-Q&A mit begrenzten Plätzen.
Was du NICHT tun solltest

Fake-Countdown-Timer, die sich beim Neuladen zurücksetzen. 'Nur noch 3 Plätze!' wenn es unbegrenzte Plätze gibt. Das merken die Leute, und es zerstört dein Vertrauen sofort.

Baustein 5: Kursauslieferung (automatische Freischaltung)

Der letzte Baustein ist technisch: Wenn jemand kauft, muss der Zugang zum Kurs automatisch freigeschaltet werden. Sofort, ohne dass du manuell etwas tun musst.

Bei Digistore24 funktioniert das über Webhooks: Digistore24 gibt deiner Kursplattform Bescheid, sobald eine Zahlung eingeht, und der Zugang wird automatisch freigeschaltet. Auf onlinekurshosting.de funktioniert das nahtlos – eine Anleitung findest du bei Digistore-Automation.

Einmal eingerichtet, musst du dich nie wieder darum kümmern. Jemand kauft um 3 Uhr nachts, bekommt sofort Zugang, kann loslegen. Du schläfst weiter.

Die E‑Mail‑Sequenz im Detail: 7 E‑Mails, die verkaufen

Die E-Mail-Sequenz ist das Herzstück deines Evergreen Funnels. Hier entscheidet sich, ob jemand kauft oder nicht. Deshalb gehen wir jede einzelne E-Mail durch.

E-Mail 1: Willkommen und Mehrwert (Tag 0)

Zweck: Den Köder ausliefern und sofort Vertrauen aufbauen.

Bedanke dich für die Eintragung, liefere das versprochene Freebie und gib einen kleinen Vorgeschmack darauf, was in den nächsten Tagen kommt. Erzähl kurz, wer du bist und warum du das Thema liebst. Keine Verkaufsversuche – einfach nur nett sein und liefern.

Tipp: Stell am Ende eine Frage. 'Was ist gerade deine größte Herausforderung bei [Thema]?" Das macht die E-Mail persönlich und du bekommst wertvolle Einblicke.

E-Mail 2: Das Problem vertiefen (Tag 2)

Zweck: Dem Leser zeigen, dass du sein Problem wirklich verstehst.

Beschreibe das Problem, das dein Kurs löst. Aber nicht oberflächlich, sondern so, dass der Leser denkt: 'Woher weiß die Person, wie ich mich fühle?' Nutze die Sprache deiner Zielgruppe – die Einwände und Formulierungen aus deinen Live-Launches sind hier Gold wert.

Wichtig: Kein Verkauf in dieser E-Mail. Nur Empathie und Verständnis.

E-Mail 3: Die Lösung vorstellen (Tag 4)

Zweck: Deinen Kurs als Lösung für das Problem positionieren.

Nicht als Produktbeschreibung, sondern als Transformation. Nicht: 'Mein Kurs hat 8 Module und 47 Videos.' Sondern: 'Stell dir vor, in 6 Wochen hast du [gewünschtes Ergebnis]." Zeige den Weg von A nach B.

Tipp: Erzähle eine Geschichte. Am besten die von einem echten Teilnehmer, der dank deines Kurses sein Ziel erreicht hat.

E-Mail 4: Beweis liefern (Tag 6)

Zweck: Zweifel beseitigen durch echte Ergebnisse.

Testimonials, Fallstudien, Zahlen. Zeig, dass dein Kurs nicht nur in der Theorie funktioniert, sondern dass echte Menschen echte Ergebnisse damit erzielt haben. Wenn du drei verschiedene Teilnehmer-Geschichten hast, umso besser.

Wichtig: Echte Ergebnisse, echte Namen (mit Erlaubnis). Keine erfundenen Testimonials.

E-Mail 5: Einwände entkräften (Tag 8)

Zweck: Die letzten Zweifel aus dem Weg räumen.

Greif die drei häufigsten Einwände auf, die du aus deinen Live-Launches kennst:

  • 'Ich habe keine Zeit.' → 'Der Kurs ist auf 15 Minuten pro Tag ausgelegt.'
  • 'Das ist zu teuer.' → Rechne vor, was das Problem den Leser KOSTET, wenn er es nicht löst.
  • 'Funktioniert das auch bei mir?' → Zeig Teilnehmer mit verschiedenen Hintergründen.
E-Mail 6: Das Angebot mit Frist (Tag 10)

Zweck: Ein konkretes Angebot machen und eine Deadline setzen.

Fasse zusammen, was der Leser bekommt, was die Transformation ist und was es kostet. Und setze eine klare Frist: 'Dieses Angebot gilt noch 48 Stunden.' Wenn du mit einem Bonus arbeitest, erkläre genau, was der Bonus ist und warum er wertvoll ist.

Wichtig: Link zur Verkaufsseite nicht vergessen.

E-Mail 7: Letzte Chance (Tag 12)

Zweck: Dringlichkeit und letzte Motivation.

Kurz und direkt. 'Heute Abend um Mitternacht läuft das Angebot aus.' Fasse noch einmal den wichtigsten Nutzen zusammen. Mach deutlich, was passiert, wenn der Leser NICHT handelt – er bleibt da, wo er ist.

Tipp: Manche Leute kaufen erst, wenn die Deadline wirklich da ist. Das ist normal. Deshalb ist diese E-Mail oft die mit den meisten Verkäufen.

Bonus-Tipp: Was passiert NACH der Sequenz?

Wer nach E-Mail 7 nicht gekauft hat, verschwindet nicht aus deiner Welt. Diese Leute kommen auf eine normale Newsletter-Liste, wo du regelmäßig wertvolle Inhalte teilst. Manche kaufen Wochen oder Monate später – wenn der Zeitpunkt für sie stimmt. Geduld zahlt sich aus.

Besucher für deinen Funnel gewinnen

Der beste Funnel der Welt bringt nichts, wenn niemand reinkommt. Du brauchst Menschen, die auf deinen Köder aufmerksam werden und sich eintragen. Und dafür gibt es zwei Wege: den kostenlosen und den bezahlten.

Der kostenlose Weg (langfristig am stärksten)

  • Suchmaschinenoptimierung (SEO): Schreibe Blogartikel zu den Fragen, die deine Zielgruppe bei Google eingibt. Am Ende jedes Artikels verlinkst du auf deinen Köder. Mehr dazu in unserem Artikel über Online-Kurs Marketing.
  • Social Media: Teile regelmäßig hilfreiche Inhalte auf Instagram, LinkedIn, YouTube oder wo auch immer sich deine Zielgruppe aufhält. Nicht verkaufen, sondern helfen.
  • Podcast oder YouTube-Kanal: Langform-Content baut tiefes Vertrauen auf. Wer dir 30 Minuten zuhört, ist deutlich kaufbereiter als jemand, der nur einen kurzen Social-Media-Post gesehen hat.
  • Gastbeiträge und Kooperationen: Schreibe Gastartikel für Blogs in deiner Nische oder sei Gast in Podcasts. So erreichst du ein neues Publikum.

Mehr Strategien findest du in unserem Guide über Online-Kurs Teilnehmer gewinnen.

Der bezahlte Weg (schnellere Ergebnisse)

  • Facebook- und Instagram-Anzeigen: Der Klassiker. Du erstellst eine Anzeige, die auf deinen Köder verweist. Funktioniert besonders gut, wenn du deine Zielgruppe genau kennst.
  • Google-Anzeigen: Schalte Anzeigen auf die Suchbegriffe, die deine Zielgruppe eingibt. Der Vorteil: Die Leute suchen aktiv nach einer Lösung.
  • Pinterest-Anzeigen: Oft unterschätzt, aber gerade in bestimmten Nischen (DIY, Gesundheit, Kochen, Selbstentwicklung) extrem effektiv.
Meine Empfehlung zur Reihenfolge

Erst wenn dein Funnel organisch funktioniert, steckst du Geld in Werbung. Wenn du bezahlte Werbung auf einen Funnel leitest, der nicht konvertiert, verbrennst du einfach nur Geld. Teste deinen Funnel zuerst mit organischem Traffic. Optimiere die Conversion-Raten. Und DANN schaltest du Anzeigen, um mehr Menschen in einen Funnel zu bringen, der nachweislich funktioniert.

5 typische Evergreen‑Fehler (und wie du sie vermeidest)

Ich sehe diese Fehler immer wieder. Bei Anfängern, aber auch bei Leuten, die schon Erfahrung haben. Spar dir die Lernkurve und mach sie einfach nicht.

Fehler 1: Zu früh automatisieren

Automatisiere nicht, was du noch nicht von Hand zum Laufen gebracht hast. Ein Evergreen Funnel macht nicht aus einem schlechten Angebot ein gutes. Er macht ein gutes Angebot skalierbar.

Lösung: Mindestens ein bis zwei erfolgreiche Live-Launches, bevor du auf Evergreen umstellst.

Fehler 2: Keine echte Dringlichkeit

'Mein Kurs ist jederzeit verfügbar, also kann ich keine Dringlichkeit erzeugen." Das stimmt nicht. Du brauchst nicht den Kurs zu begrenzen – du kannst den Bonus begrenzen, den Rabatt zeitlich begrenzen oder Plätze für eine Live-Komponente limitieren. Ohne Dringlichkeit kaufen die meisten Menschen einfach nicht.

Lösung: Einen individuellen, zeitbegrenzten Bonus oder Rabatt einbauen, der real ist und nicht gefälscht.

Fehler 3: Die E-Mail-Sequenz nie optimieren

Viele Leute bauen ihre E-Mail-Sequenz einmal auf und schauen dann nie wieder rein. Aber die Sequenz ist ein lebendiges System. Welche E-Mail wird nicht geöffnet? Dann stimmt die Betreffzeile nicht. Welche E-Mail wird geöffnet, aber niemand klickt? Dann stimmt der Inhalt oder der Call-to-Action nicht.

Lösung: Einmal im Monat die Zahlen anschauen. Betreffzeilen testen. Schwache E-Mails umschreiben. Eine Stunde pro Monat, riesiger Unterschied.

Fehler 4: Zu wenig Traffic

Der häufigste Grund, warum ein Evergreen Funnel 'nicht funktioniert', ist nicht der Funnel selbst – es ist, dass zu wenig Menschen reinkommen. Wenn sich pro Woche 5 Leute eintragen und davon 3 Prozent kaufen, hast du einen Verkauf alle sieben Wochen.

Lösung: Aktiv an deinem Traffic arbeiten. Content erstellen, Social Media, Kooperationen. Ein Funnel ohne Traffic ist wie ein Laden ohne Laufkundschaft.

Fehler 5: Denken, Evergreen bedeutet kein Aufwand mehr

'Ich bau den Funnel einmal auf und dann verdiene ich passiv Geld, während ich am Strand liege." Schöne Vorstellung, aber Quatsch. Ein Evergreen Funnel braucht weniger Aufwand als ständige Live-Launches – das stimmt. Aber 'weniger' heißt nicht 'keinen'.

Lösung: Plane feste Zeiten für die Funnel-Pflege ein. Zwei bis vier Stunden pro Monat reichen. Sieh es wie eine Pflanze: Nicht täglich stundenlang gießen, aber auch nicht vergessen.

Dein Evergreen Funnel: Schritt‑für‑Schritt‑Fahrplan

Damit du nicht den Überblick verlierst, hier der komplette Plan in der richtigen Reihenfolge:

Phase 1: Grundlage schaffen (vor dem Funnel)

  1. Online-Kurs erstellen und testen
  2. Mindestens einen Live-Launch durchführen
  3. Testimonials und Ergebnisse sammeln
  4. Einwände und häufige Fragen dokumentieren

Phase 2: Funnel aufbauen

  1. Köder erstellen (Freebie, Mini-Kurs, Webinar-Mitschnitt)
  2. Eintragungsseite bauen
  3. E-Mail-Sequenz schreiben (7 E-Mails)
  4. Verkaufsseite für Evergreen anpassen
  5. Dringlichkeits-Element einbauen (Timer, Bonus)
  6. Automatische Kursfreischaltung einrichten

Phase 3: Starten und optimieren

  1. Organischen Traffic aufbauen (SEO, Social Media, Content)
  2. Funnel mit kleinem Traffic testen
  3. Zahlen analysieren und E-Mails optimieren
  4. Bei guten Ergebnissen: bezahlte Werbung starten
  5. Monatlich überprüfen und verbessern

Häufige Fragen zum Evergreen Funnel

Fazit: Dein Evergreen Funnel wartet auf dich

Ein Evergreen Funnel ist kein Hexenwerk. Es ist ein System aus fünf Bausteinen: Einstieg, E-Mails, Verkaufsseite, Dringlichkeit und automatische Kursfreischaltung. Nicht mehr und nicht weniger.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt nicht in komplizierten Strategien oder teuren Tools. Er liegt darin, dass du einen Kurs hast, der wirklich hilft, dass du deine Zielgruppe verstehst und dass du dir die Zeit nimmst, den Funnel sauber aufzubauen und kontinuierlich zu verbessern.

Fang mit einem erfolgreichen Live-Launch an. Sammle Erfahrungen, Testimonials und Daten. Und dann baust du Schritt für Schritt deinen Evergreen Funnel auf. Nicht alles auf einmal – ein Baustein nach dem anderen.

Und wenn du eine Plattform suchst, die dir die technische Seite abnimmt – von der automatischen Kursfreischaltung bis zur nahtlosen Anbindung an Digistore24 – dann schau dir onlinekurshosting.de an. Damit du dich auf das konzentrieren kannst, was wirklich zählt: großartigen Kursinhalt und eine E-Mail-Sequenz, die deine Teilnehmer begeistert.

Viel Erfolg mit deinem Evergreen Funnel. Du schaffst das.

Weiterführende Anleitungen

Diese vier Seiten bilden den Kern unserer Anleitungen. Sie helfen dir, Idee, Umsetzung, Plattform‑Auswahl und DSGVO sauber zusammenzubringen.

FAQ

Wie viel kostet es, einen Evergreen Funnel aufzubauen?
Im einfachsten Fall: Kursplattform, E‑Mail‑Tool und Eintragungsseite – unter 50 € pro Monat. Die größten Kosten sind deine Zeit.
Wie lange dauert es, bis ein Evergreen Funnel Ergebnisse bringt?
4–8 Wochen für Aufbau und Test. Erste Verkäufe kommen mit genug Traffic. Bei organischem Traffic dauert es Monate, bei bezahltem geht es schneller.
Funktioniert das für jeden Online‑Kurs?
Grundsätzlich ja. Ausnahme: Kurse mit starker Live‑/Community‑Komponente funktionieren oft besser als Live‑Launch. Reine Selbstlernkurse sind perfekt für Evergreen.
Kann ich Live‑Launch und Evergreen kombinieren?
Absolut. Evergreen läuft im Hintergrund, 2–3 Mal pro Jahr zusätzlich ein Live‑Launch mit besonderem Angebot. Das Beste aus beiden Welten.
Wie hoch sollte meine Conversion‑Rate sein?
Eintragungsrate: 20–40 %. Kaufrate: 1–5 % der Eingetragenen. Bei 100 Eintragungen/Woche und 3 % Conversion = 3 Verkäufe/Woche.
Lohnt sich ein Evergreen Funnel bei günstigen Kursen (unter 100 €)?
Nur mit organischem Traffic oder wenn du den Kurs zu einem höherpreisigen Paket schnürst. Bei bezahltem Traffic wird die Rechnung bei niedrigen Preisen schwer.
Katharina
Von Katharina
Kundensupport & Technischer Support
Team kennenlernen · Stand: 2026-02-28

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