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Online‑Kurs Launch Strategie 2026: Soft Launch, Live Launch & Evergreen

Der komplette Guide zum Kurs‑Verkaufsstart: Soft Launch für Anfänger, Live Launch für Energie und Umsatz, Evergreen für Automatisierung – plus 7 häufige Launch‑Fehler.

Lesezeit: ca. 22 Min. · Aktualisiert: 2026-02-28

Du willst den kompletten A–Z‑Pfad? Online‑Kurs erstellen (Hauptanleitung).

Kurzfassung

  • Worum geht’s? Der komplette Guide zum Kurs‑Verkaufsstart: Soft Launch für Anfänger, Live Launch für Energie und Umsatz, Evergreen für Automatisierung – plus 7 häufige Launch‑Fehler.
  • Hauptanleitung: Online‑Kurs erstellen (A–Z)
  • Inhalt (Überblick): Warum ein guter Verkaufsstart über den Erfolg deines Kurses entscheidet → Bevor du startest: 3 Voraussetzungen für einen erfolgreichen Verkaufsstart → Der Soft Launch: Ideal für deinen ersten Kurs → Der Live Launch: Für mehr Umsatz und Energie → Der Evergreen‑Verkauf: Automatisierter Dauerverkauf → Dein Werkzeugkasten für den Verkaufsstart
  • FAQ: Am Ende findest du kurze, klare Antworten auf häufige Fragen.

Schritt‑für‑Schritt Überblick

Wenn du nur einen schnellen Fahrplan willst, nutze diese Schritte als Leitplanke. Die Details stehen in den jeweiligen Abschnitten.

  1. Schritt 1: Warum ein guter Verkaufsstart über den Erfolg deines Kurses entscheidet
  2. Schritt 2: Bevor du startest: 3 Voraussetzungen für einen erfolgreichen Verkaufsstart
  3. Schritt 3: Der Soft Launch: Ideal für deinen ersten Kurs
  4. Schritt 4: Der Live Launch: Für mehr Umsatz und Energie
  5. Schritt 5: Der Evergreen‑Verkauf: Automatisierter Dauerverkauf
  6. Schritt 6: Dein Werkzeugkasten für den Verkaufsstart

Warum ein guter Verkaufsstart über den Erfolg deines Kurses entscheidet

Hier ist die unbequeme Wahrheit: Die meisten Online‑Kurse scheitern nicht am Inhalt. Der Inhalt ist meistens solide – manchmal sogar richtig gut. Sie scheitern, weil der Verkaufsstart schlecht war. Oder gar nicht erst stattgefunden hat.

Stell dir vor, du eröffnest ein Restaurant. Du hast den besten Koch der Stadt, eine traumhafte Einrichtung, eine Speisekarte, die Michelin‑Sterne verdient hätte. Und dann? Machst du einfach die Tür auf und hoffst, dass die Leute zufällig vorbeikommen und reinschauen? Natürlich nicht. Du würdest zur Eröffnung einladen, die Nachbarschaft informieren, vielleicht ein Eröffnungsangebot machen.

Bei Online‑Kursen machen aber genau das erschreckend viele Leute. Sie stellen ihren Kurs online und warten darauf, dass Google oder Instagram ihnen die Kunden schicken. Das funktioniert nicht. Nicht am Anfang, nicht nach einem Monat, nicht nach einem Jahr.

'Einfach online stellen und hoffen' ist keine Strategie

Dein Kurs verkauft sich nicht von alleine. Nicht weil er schlecht ist, sondern weil niemand weiß, dass es ihn gibt. Ein Verkaufsstart gibt deinem Kurs den Schubs, den er braucht – er erzeugt Aufmerksamkeit, baut Vertrauen auf und gibt Menschen einen konkreten Anlass, jetzt zu kaufen.

Die drei Arten von Verkaufsstarts

Bevor wir ins Detail gehen, lass uns kurz klären, welche Optionen du hast:

  1. Der Soft Launch – Klein und fein: Du verkaufst deinen Kurs an einen kleinen Kreis, oft zu einem reduzierten Preis. Perfekt für den allerersten Kurs. Niedriger Druck, viel Lernpotenzial.
  2. Der Live Launch – Das volle Programm: Du baust über mehrere Wochen Spannung auf und verkaufst dann in einem festen Zeitfenster. Mehr Aufwand, aber auch deutlich mehr Umsatz und Energie. Die meisten erfolgreichen Kursersteller setzen darauf.
  3. Der Evergreen‑Verkauf – Die Dauermaschine: Dein Kurs ist jederzeit kaufbar, der Verkaufsprozess läuft automatisiert. Das Ziel für die Zukunft – aber definitiv nicht der erste Schritt.

Wir gehen alle drei durch. Aber zuerst: ein paar Hausaufgaben. Wenn du generell mehr über das Thema Online‑Kurs verkaufen erfahren willst, schau dir auch unseren ausführlichen Guide dazu an.

Bevor du startest: 3 Voraussetzungen für einen erfolgreichen Verkaufsstart

Du willst am liebsten sofort loslegen – verstanden. Aber wenn du diese drei Dinge nicht erledigt hast, wird dein Verkaufsstart zum Glücksspiel. Und Glücksspiel ist eine schlechte Geschäftsstrategie.

1. Eine validierte Kursidee

Das klingt offensichtlich, ist es aber nicht. Bevor du irgendetwas verkaufst, musst du wissen, dass es echte Menschen gibt, die ein echtes Problem haben, das dein Kurs löst. Und 'ich glaube schon' reicht nicht.

Was du konkret tun solltest:

  • Sprich mit 5 bis 10 Leuten aus deiner Zielgruppe. Nicht um deinen Kurs zu pitchen, sondern um zuzuhören. Welche Probleme haben sie? Was haben sie schon probiert? Wofür würden sie Geld ausgeben?
  • Schau dir an, ob es ähnliche Kurse gibt und ob die sich verkaufen. Wenn ja: gutes Zeichen. Das bedeutet Nachfrage. Wenn nein: entweder hast du eine Goldgrube gefunden oder – wahrscheinlicher – es gibt keinen Markt dafür.
  • Nutze unseren Ideen‑Generator, um systematisch zu prüfen, ob deine Kursidee Potenzial hat. Der hilft dir auch, wenn du noch gar kein konkretes Thema hast.

Dieser Schritt ist wirklich wichtig – überspringen wäre so, als würdest du ein Haus bauen, ohne vorher zu prüfen, ob der Boden überhaupt stabil ist.

2. Ein kleines Publikum (50 Kontakte reichen!)

Jetzt kommt die Stelle, an der viele aufgeben: 'Ich habe ja keine Reichweite!' Du brauchst keine Reichweite. Du brauchst 50 Kontakte. Ja, fünfzig. Nicht fünftausend.

50 engagierte E‑Mail‑Kontakte sind mehr wert als 5.000 zufällige Instagram‑Follower. Eine E‑Mail wird von jemandem gelesen, der sich bewusst für dein Thema interessiert. Ein Instagram‑Post geht im endlosen Scrollen unter.

Wo findest du deine ersten 50 Kontakte?

  • Dein persönliches Netzwerk: Freunde, Familie, Bekannte, die sich für dein Thema interessieren könnten.
  • LinkedIn: Besonders wenn dein Kurs berufliche Themen abdeckt. Vernetze dich aktiv mit Leuten aus deiner Zielgruppe, kommentiere Beiträge, teile dein Wissen.
  • Bestehende Kunden oder Klienten: Wenn du schon als Coach, Berater oder Dienstleister arbeitest, hast du vermutlich Kontakte, die perfekt passen.
  • Lokale Gruppen und Foren: Facebook‑Gruppen, Slack‑Communities, Foren – überall dort, wo sich deine Zielgruppe tummelt.
  • Ein einfacher Anmeldelink: Erstelle eine simple Seite mit 'Trag dich ein, wenn du erfahren willst, wann mein Kurs startet." Mehr brauchst du am Anfang nicht.

Fang jetzt an, diese Liste aufzubauen. Mehr dazu, wie du Teilnehmer für deinen Kurs gewinnst, findest du in unserem separaten Guide.

3. Funktionierende Technik

Nichts tötet einen Verkaufsstart schneller als ein 'Hoppla, die Kaufabwicklung funktioniert nicht'-Moment. Bevor du deinen Kurs bewirbst, müssen diese Dinge stehen:

  • Kursplattform: Dein Kurs muss gehostet sein und funktionieren. Jede Lektion muss abspielbar sein, jede Datei herunterladbar. Wenn du noch keine Plattform hast, schau dir unsere Startseite an – wir nehmen dir hier den Großteil der technischen Arbeit ab.
  • Zahlungsabwicklung: Jemand muss bezahlen können und danach automatisch Zugang bekommen. Kein manuelles Freischalten, kein E‑Mail‑Hin‑und‑Her. Wir empfehlen Digistore24 – einmal einrichten und es läuft.
  • Verkaufsseite: Du brauchst eine Seite, die erklärt, was dein Kurs beinhaltet, für wen er ist und warum er das Geld wert ist. Wie du eine überzeugende Verkaufsseite erstellst, erklären wir in einem eigenen Artikel.
  • Testdurchlauf: Kauf deinen eigenen Kurs. Ja, wirklich. Geh den kompletten Prozess durch. Wenn irgendwas hakt, findest du es jetzt – nicht wenn dein erster zahlender Kunde frustriert vor dem Bildschirm sitzt.

Alles steht? Dann lass uns deinen Verkaufsstart planen.

Der Soft Launch: Ideal für deinen ersten Kurs

Wenn du zum ersten Mal einen Online‑Kurs verkaufst, empfehle ich dir den Soft Launch. Nicht weil er weniger wert ist, sondern weil er dir die besten Voraussetzungen gibt, um erfolgreich zu starten – ohne den Druck eines großen Verkaufsevents.

Was ist ein Soft Launch?

Ein Soft Launch ist ein Verkaufsstart im kleinen Kreis. Du bietest deinen Kurs einer begrenzten Gruppe an, oft zu einem reduzierten Preis. Denk an eine Generalprobe vor der großen Premiere.

Dein Ziel beim ersten Verkaufsstart ist nicht Reichtum. Dein Ziel ist: echte Teilnehmer, echtes Feedback, erste Testimonials. Das sind die Grundsteine für alles, was danach kommt.

Der 4‑Wochen‑Plan für deinen Soft Launch

Woche 1: Ankündigung im engen Kreis

Schreib eine persönliche Nachricht an dein Netzwerk. Keine Massenmails, keine generischen Posts. Persönlich. Zum Beispiel:

'Hey [Name], du weißt ja, dass ich mich seit Jahren mit [Thema] beschäftige. Ich habe jetzt einen Online‑Kurs dazu erstellt und suche eine Handvoll Leute, die ihn als Erste durcharbeiten. Als Dankeschön bekommst du ihn zum halben Preis – und ich bekomme dein ehrliches Feedback. Hast du Interesse?"

Das ist kein Verkaufsgespräch. Das ist ein Angebot unter Bekannten. Und es funktioniert erstaunlich gut, weil es echt ist.

Woche 2: Anmeldungen öffnen

Jetzt machst du es offiziell. Verschicke eine E‑Mail an deine Liste (egal wie klein sie ist), poste auf deinen Kanälen und mach klare Ansagen:

  • Was der Kurs beinhaltet
  • Was der Frühbucher‑Preis ist (und bis wann er gilt)
  • Wie viele Plätze es gibt (eine Begrenzung auf 10 bis 20 Plätze ist kein Marketing‑Trick, sondern sinnvoll, damit du jeden Teilnehmer betreuen kannst)

Wichtig: Schreib einzelne Menschen an, die passen könnten. Ja, das kostet Überwindung. Aber persönliche Ansprache hat eine Rücklaufquote, von der jeder Werbebrief träumt.

Woche 3: Kursstart mit deinen ersten Teilnehmern

Deine ersten Teilnehmer arbeiten deinen Kurs durch. Du wirst vermutlich feststellen, dass ein paar Dinge nicht ganz rund laufen – das ist völlig normal und der ganze Sinn des Soft Launch.

Sei besonders erreichbar. Biete eine kleine WhatsApp‑Gruppe an, in der Fragen gestellt werden können. Je näher du an deinen Teilnehmern bist, desto wertvoller wird das Feedback.

Woche 4: Feedback sammeln und Testimonials sichern

Die wichtigste Woche. Nicht weil du noch verkaufst, sondern weil du jetzt die Bausteine für deinen nächsten Verkaufsstart sammelst.

Bitte jeden Teilnehmer um:

  • Ehrliches Feedback: Was war gut? Was hat gefehlt? Wo bist du hängen geblieben?
  • Ein kurzes Testimonial: 2 bis 3 Sätze, gerne mit Foto. Das wird Gold wert sein für deine Verkaufsseite und zukünftige Launches.
  • Eine Bewertung auf deiner Plattform, wenn möglich

Dein Ziel: 5 bis 15 zahlende Teilnehmer. Wenn du das schaffst, hast du deinen ersten Verkaufsstart erfolgreich hinter dich gebracht. Du hast bewiesen, dass Menschen für deinen Kurs Geld bezahlen. Du hast Feedback, mit dem du deinen Kurs verbessern kannst. Und du hast Testimonials für den nächsten Schritt.

Das ist kein kleiner Erfolg. Das ist die Basis für alles, was kommt.

Der Live Launch: Für mehr Umsatz und Energie

Du hast deinen Soft Launch hinter dir, Feedback eingearbeitet und Testimonials gesammelt. Jetzt ist es Zeit für den Live Launch – den großen Verkaufsstart.

Ein Live Launch ist intensiver, macht mehr Arbeit, bringt aber auch deutlich mehr Umsatz. Er nutzt zwei psychologische Hebel: Vorfreude und Dringlichkeit. Menschen kaufen, wenn sie begeistert sind und wissen, dass das Angebot nicht ewig gilt.

Pre‑Launch Phase (2 bis 4 Wochen vor dem Verkaufsstart)

Der Pre‑Launch ist die Phase, in der du Vorfreude aufbaust, ohne direkt zu verkaufen. Denk an den Trailer vor dem Kinofilm. Der Film ist noch nicht da – aber du willst ihn unbedingt sehen.

Was du in der Pre‑Launch Phase tust:

  • Wertvolle Inhalte teilen: Zeig, dass du Ahnung von deinem Thema hast. Teile Tipps, Einblicke, kleine Aha‑Momente. Nicht alles – aber genug, damit die Leute denken: 'Wow, wenn die kostenlosen Sachen schon so gut sind, wie gut muss dann der Kurs sein?"
  • Hinter die Kulissen blicken lassen: Zeig, wie du den Kurs erstellst. Welche Module gibt es? Warum hast du bestimmte Entscheidungen getroffen? Menschen lieben es, den Entstehungsprozess mitzuerleben.
  • Deine E‑Mail‑Liste wachsen lassen: Erstelle einen kostenlosen Anreiz – ein PDF, eine Checkliste, ein kurzes Training – das zu deinem Kursthema passt. Bewirb ihn auf allen Kanälen. Jeder neue Kontakt auf deiner Liste ist ein potenzieller Käufer. Mehr dazu, wie du Teilnehmer für deinen Kurs gewinnst.
  • Vorfreude erzeugen: 'In zwei Wochen startet etwas Neues.' Solche Ankündigungen machen neugierig, ohne alles zu verraten.

Das Wichtigste: Gib Mehrwert, bevor du etwas verlangst. Wenn du drei Wochen lang großzügig mit deinem Wissen bist, fühlt sich die Verkaufswoche nicht wie eine Belästigung an – sondern wie die logische nächste Stufe.

Die Launch‑Woche: Tag für Tag

Jetzt geht es los. Die Türen öffnen sich – und für die nächsten sieben Tage ist dein Kurs kaufbar. Danach schließen sie wieder. Dieses feste Zeitfenster ist entscheidend, weil es einen klaren Anlass gibt, jetzt zu handeln.

Tag 1: Türen auf!

Heute ist der große Tag. Verschicke die E‑Mail, auf die du hingearbeitet hast. Klar und überzeugend.

Deine E‑Mail sollte enthalten:

  • Worum es geht (in 2 bis 3 Sätzen)
  • Für wen der Kurs ist
  • Was das Ergebnis nach dem Kurs ist
  • Link zur Verkaufsseite
  • Hinweis auf das Zeitfenster

Parallel: Poste auf allen deinen Kanälen. Und zwar nicht einmal, sondern mehrmals am Tag. Die meisten Leute sehen nur einen Bruchteil deiner Posts.

Tag 2 und 3: Wert liefern

Statt nur 'Kauf meinen Kurs!' zu schreien, lieferst du echten Mehrwert. Schreib E‑Mails, die etwas lehren – direkt aus deinem Kursthema. Am Ende jeder Mail ein kurzer Hinweis auf den Kurs.

Tag 4: Beweise zeigen

Heute lässt du andere für dich sprechen. Testimonials, Erfahrungsberichte, Ergebnisse deiner Soft‑Launch‑Teilnehmer. Menschen vertrauen anderen Menschen mehr als dir – das ist einfach menschlich.

Tag 5: Einwände entkräften

Jetzt kommen wir zu den Leuten, die interessiert sind aber noch zögern. Typische Einwände und wie du sie beantwortest:

  • 'Ich habe keine Zeit.' → 'Der Kurs ist in kleine Häppchen aufgeteilt. 20 Minuten am Tag reichen."
  • 'Ist das auch für Anfänger?' → 'Ja, wir starten bei null. Du brauchst keine Vorkenntnisse."
  • 'Was wenn es mir nicht gefällt?' → 'Du hast X Tage Geld‑zurück‑Garantie. Kein Risiko.'
  • 'Ich finde alles kostenlos im Internet.' → 'Stimmt, die Informationen gibt es. Was dir fehlt ist die richtige Reihenfolge, die Struktur und jemand, der dir zeigt, worauf es wirklich ankommt."
Tag 6: Letzte Chance ankündigen

Heute drehst du die Dringlichkeit hoch. Morgen schließen die Türen. Das ist der zweitwichtigste Tag deines Launches – denn erstaunlich viele Menschen kaufen erst, wenn die Deadline naht.

Die Mail sollte kurz und knackig sein: Erinnerung, was sie bekommen, Erinnerung dass morgen Schluss ist, direkter Link zum Kauf und vielleicht ein letztes starkes Testimonial.

Tag 7: Die letzte E‑Mail

Der finale Tag. Die Türen schließen heute Abend. Diese E‑Mail ist oft die umsatzstärkste des gesamten Launches. Es ist völlig okay, an diesem Tag zwei E‑Mails zu verschicken – eine morgens und eine am späten Nachmittag.

Und ja: Die Deadline muss echt sein. Wenn du sagst 'Die Türen schließen heute', dann schließen die Türen heute. Nichts untergräbt dein Vertrauen schneller als eine falsche Deadline.

Post‑Launch: Auswerten und lernen

Geschafft! Durchatmen. Und dann: auswerten.

Schau dir diese Zahlen an:

  • Wie viele E‑Mails hast du verschickt?
  • Wie viele wurden geöffnet? (Öffnungsrate)
  • Wie viele haben geklickt? (Klickrate)
  • Wie viele haben gekauft? (Kaufrate)
  • Was war dein Gesamtumsatz?
Die Launch‑Formel, die du kennen solltest

Listengröße × Kaufrate × Kurspreis = Umsatz

Ein realistisches Beispiel: 500 E‑Mail‑Kontakte × 2 % Kaufrate × 297 € Kurspreis = 2.970 € Umsatz

2 Prozent klingt wenig, ist aber ein völlig normaler Wert für einen ersten Live Launch. Bei einem etablierten Kurs mit einer engagierten Liste kannst du 3 bis 5 Prozent erreichen.

Was dir diese Formel zeigt: Dein Umsatz hängt direkt an deiner Listengröße. Doppelte Liste = doppelter Umsatz. Deshalb ist E‑Mail‑Marketing kein Nice‑to‑have, sondern die Grundlage deines Kursgeschäfts. Mehr dazu in unserem Artikel zum Thema Online‑Kurs Marketing.

Der Evergreen‑Verkauf: Automatisierter Dauerverkauf

Jetzt denkst du vielleicht: 'Kann ich das nicht einfach automatisieren?' Ja, kannst du. Aber nicht sofort.

Ein Evergreen‑Verkaufstrichter bedeutet: Dein Kurs ist jederzeit verfügbar, neue Interessenten durchlaufen automatisiert eine Sequenz aus E‑Mails und Inhalten, und am Ende kaufen sie – ohne dass du aktiv etwas tun musst. Klingt wie ein Traum, aber er funktioniert nur, wenn du vorher deine Hausaufgaben gemacht hast.

Warum du nicht mit Evergreen anfangen solltest

Bevor du eine solche Maschine baust, musst du wissen, was funktioniert. Welche E‑Mails öffnen die Leute? Welche Argumente überzeugen? Welche Einwände kommen immer wieder? All das lernst du in Live Launches.

Meine Empfehlung: Mach mindestens einen, besser zwei erfolgreiche Live Launches, bevor du auf Evergreen umstellst. Evergreen ist das Ziel. Aber der Weg dahin führt über mindestens einen erfolgreichen Live Launch.

Wenn du soweit bist, findest du alles, was du brauchst, in unserem ausführlichen Artikel zum Evergreen‑Verkaufstrichter für Online‑Kurse.

Wie der Übergang vom Live Launch zum Evergreen funktioniert

Der Trick: Du nimmst die E‑Mails, die in deinem Live Launch am besten funktioniert haben, und verwandelst sie in eine automatisierte Sequenz. Deine besten Betreffzeilen, deine überzeugendsten Argumente, deine stärksten Testimonials – alles, was sich bewährt hat, kommt in den Evergreen‑Funnel.

  • Schritt 1: Einen funktionierenden Live Launch als Vorlage nutzen
  • Schritt 2: Die besten E‑Mails in eine automatisierte Sequenz überführen
  • Schritt 3: Einen automatisierten Einstiegspunkt schaffen (z. B. ein kostenloses Webinar oder eine Checkliste)
  • Schritt 4: Traffic auf diesen Einstiegspunkt lenken (Content Marketing, bezahlte Werbung, Social Media)
  • Schritt 5: Messen, optimieren, wiederholen

Das Ergebnis: Ein System, das rund um die Uhr für dich verkauft. Nicht passiv im Sinne von 'du tust gar nichts" – du musst weiterhin Traffic generieren und das System optimieren. Aber du bist nicht mehr an feste Launch‑Termine gebunden.

Dein Werkzeugkasten für den Verkaufsstart

Du brauchst keine 27 Tools. Du brauchst eine Handvoll, die zusammenspielen:

Kursplattform

Du brauchst einen Ort, an dem dein Kurs lebt und an dem Teilnehmer automatisch Zugang bekommen, sobald sie bezahlt haben. onlinekurshosting.de macht genau das – Kurs hochladen, mit dem Zahlungsanbieter verbinden, fertig. Kein Technik‑Studium nötig.

Zahlungsanbieter

Digistore24 ist in Deutschland die naheliegende Wahl. Abrechnung, Rechnungsstellung, Steuern, Affiliate‑Programm – alles in einem. Einmal einrichten, danach läuft es automatisch.

E‑Mail‑Marketing

Hier hast du mehrere gute Optionen:

  • ActiveCampaign: Mächtig und flexibel, besonders gut für Automatisierungen. Eher für Fortgeschrittene.
  • KlickTipp: Deutsches Tool, guter Support, solide für den Einstieg.
  • GetResponse: Guter Mittelweg aus Funktionsumfang und Benutzerfreundlichkeit.

Mein Tipp: Wähle eines aus und bleib dabei. Drei bis vier Tools reichen für einen erfolgreichen Verkaufsstart. Du willst nicht Tool‑Experte werden – du willst deinen Kurs verkaufen.

Verkaufsseite

Ohne eine gute Verkaufsseite kann der beste Verkaufsstart nicht funktionieren. Hier entscheidet sich, ob jemand auf 'Kaufen' klickt oder weiterscrollt. Du brauchst keine 20‑seitige Hochglanz‑Seite, aber eine klare Seite mit Problem, Lösung, Inhalt, Preis und einem Button.

7 Launch‑Fehler die fast jeder macht (und wie du sie vermeidest)

Lies dir die Liste durch und check ehrlich ab, ob du einen davon gerade machst.

Fehler 1: Zu lange warten, bis alles perfekt ist

'Ich muss noch das letzte Video nachbearbeiten.' 'Die Verkaufsseite braucht noch ein besseres Foto.' Weißt du, was während du auf Perfektion wartest passiert? Genau: Nichts. Fertig schlägt perfekt. Immer. Dein erster Kurs wird nicht perfekt sein – und das ist gut so, denn du verbesserst ihn mit echtem Feedback von echten Teilnehmern.

Die Lösung: Setz dir ein Datum für den Verkaufsstart und halte es ein. Kein Verschieben. Lieber mit 80 Prozent starten als mit 100 Prozent nie.

Fehler 2: Keinen Pre‑Launch machen

Du wachst morgens auf und denkst: 'Heute verkaufe ich meinen Kurs!' Du schickst eine E‑Mail, postest auf Instagram und dann… Stille. Keiner kauft. Warum? Weil niemand darauf vorbereitet war. Ein Verkaufsstart ohne Pre‑Launch ist wie ein Heiratsantrag beim ersten Date – technisch möglich, aber die Erfolgschancen sind überschaubar.

Die Lösung: Mindestens zwei Wochen vor dem Verkaufsstart anfangen, dein Thema zu bespielen. Wert liefern, Neugier wecken, Vertrauen aufbauen.

Fehler 3: Zu wenig E‑Mail‑Marketing

'Ich will meine Leser nicht nerven.' Verstehe ich. Aber wenn du dich nicht meldest, vergessen die Leute dich – nicht weil sie dich nicht mögen, sondern weil sie mit hundert anderen Dingen beschäftigt sind. E‑Mail ist nach wie vor der effektivste Verkaufskanal für Online‑Kurse. Punkt.

Die Lösung: Während der Launch‑Woche jeden Tag eine E‑Mail. Die meisten Leute öffnen sowieso nur zwei oder drei davon. Und die, die sich abmelden? Die hätten deinen Kurs ohnehin nicht gekauft.

Fehler 4: Kein Dringlichkeitselement

'Mein Kurs ist ab jetzt verfügbar.' Cool. Dann kaufe ich ihn nächste Woche. Oder… ach, vergessen. Ohne Deadline gibt es keinen Grund, heute zu kaufen. Und morgen heißt in Wahrheit: nie.

Die Lösung: Setze eine echte Deadline. Das kann ein Einführungspreis sein, der steigt. Ein festes Zeitfenster, in dem der Kurs verfügbar ist. Oder ein Bonus, der nach einem bestimmten Datum wegfällt. Wichtig: Die Deadline muss echt sein. Fake‑Dringlichkeit zerstört Vertrauen schneller, als du es aufbauen kannst.

Fehler 5: Nur auf Social Media setzen

'Ich poste einfach auf Instagram, das reicht.' Nein. Die organische Reichweite liegt bei 3 bis 10 Prozent. Von 1.000 Followern sehen 50 deinen Post, 5 klicken, einer kauft vielleicht. Social Media ist großartig als Brücke zu deiner E‑Mail‑Liste – aber als alleiniger Verkaufskanal unzuverlässig.

Die Lösung: Jeder Post sollte langfristig darauf abzielen, Leute auf deine E‑Mail‑Liste zu bekommen. Dort bestimmst du, wer deine Nachrichten sieht – nicht ein Algorithmus.

Fehler 6: Den Verkaufsstart nicht auswerten

Dein Verkaufsstart ist vorbei, du bist erleichtert, und du gehst zum nächsten Projekt über. Aber hast du dir angeschaut, was funktioniert hat? Welche E‑Mail hatte die beste Öffnungsrate? Ohne diese Daten ist dein nächster Verkaufsstart genauso ein Ratespiel wie der erste.

Die Lösung: Nimm dir einen halben Tag nach dem Launch und schreib alles auf. Was lief gut, was nicht, was würdest du anders machen. Dein zukünftiges Ich wird dir danken.

Fehler 7: Nach dem Verkaufsstart aufhören zu verkaufen

Der Launch ist vorbei, die Türen sind zu, und jetzt? Viele Kursersteller verschwinden danach monatelang in der Versenkung. Großer Fehler. Zwischen den Launches baust du die Beziehung zu deiner Community auf. Du lieferst Mehrwert, wächst deine E‑Mail‑Liste und sammelst Material für den nächsten Verkaufsstart.

Die Lösung: Erstelle einen einfachen Content‑Plan für die Zeit zwischen den Launches. Ein wöchentlicher Newsletter, regelmäßige Posts, bleib sichtbar und relevant. Wie du langfristig eine Verkaufsstrategie aufbaust, erfährst du in unserem Artikel zum Online‑Kurs Verkaufen.

Häufige Fragen zum Verkaufsstart von Online‑Kursen

Dein nächster Schritt

Du hast jetzt einen kompletten Plan für deinen Verkaufsstart. Vom Soft Launch über den Live Launch bis zum Evergreen‑Modell weißt du, was zu tun ist, wann du es tun musst und welche Fehler du vermeiden solltest.

Aber ein Plan ohne Umsetzung ist nur eine nette Idee.

Deshalb hier mein Vorschlag: Entscheide dich jetzt für ein Startdatum. Nicht 'bald' oder 'irgendwann', sondern ein konkretes Datum. Schreib es auf, trag es im Kalender ein, erzähl jemandem davon. Denn sobald ein Datum steht, wird es real.

Wenn du deinen Kurs noch nicht erstellt hast, starte mit unserem Ideen‑Generator, um deine Kursidee zu validieren. Wenn der Kurs steht und du nur noch die Technik brauchst, schau dir an, wie du auf onlinekurshosting.de in wenigen Schritten startklar wirst.

Und wenn du alles hast – Kurs, Plattform, Zahlungsanbieter, Verkaufsseite – dann gibt es nur noch eine Sache zu tun: Anfangen. Dein Kurs verdient es, gesehen zu werden. Und die Menschen, denen er helfen kann, warten darauf. Sie wissen es nur noch nicht.

Also: Wann ist dein Verkaufsstart?

Weiterführende Anleitungen

Diese vier Seiten bilden den Kern unserer Anleitungen. Sie helfen dir, Idee, Umsetzung, Plattform‑Auswahl und DSGVO sauber zusammenzubringen.

FAQ

Wie viel Vorlaufzeit brauche ich für meinen ersten Verkaufsstart?
Soft Launch: 2–3 Wochen. Live Launch: 4–6 Wochen (2–4 Wochen Pre‑Launch, 1 Woche aktiver Verkauf). Plane lieber etwas mehr Zeit ein.
Was ist, wenn ich noch gar keine E‑Mail‑Liste habe?
Fang jetzt an, eine aufzubauen. Erstelle einen kostenlosen Anreiz, der zu deinem Kursthema passt. Selbst 30–50 Kontakte reichen für einen Soft Launch.
Wie oft soll ich meinen Kurs im Jahr verkaufen?
Live Launches: 2–4 pro Jahr. Evergreen: durchgehend. Viele kombinieren beides: Evergreen im Hintergrund plus 2–3 Live‑Launches jährlich.
Muss ich ein Webinar machen?
Nein. Ein E‑Mail‑basierter Verkaufsstart funktioniert genauso gut und ist weniger stressig. Webinare sind optional.
Was mache ich, wenn mein Verkaufsstart floppt?
Auswerten: Zu wenig Leute auf der Liste? Schlechte Öffnungsraten? Kein Kauf trotz Klicks? Jeder „gescheiterte“ Launch liefert Daten für den nächsten.
Kann ich meinen Kurs ohne Verkaufsseite verkaufen?
Technisch ja, praktisch bitte nicht. Schon eine einfache Seite mit Kursinhalt, Preis, Testimonials und Kauf‑Button reicht für den Anfang.
Katharina
Von Katharina
Kundensupport & Technischer Support
Team kennenlernen · Stand: 2026-02-28

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