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E-Mail-Funnel für Online-Kurse (2026): von der Anmeldung zum Verkauf

So baust du einen E-Mail-Funnel, der deinen Online-Kurs verkauft: Freebie, Willkommensserie, Verkaufssequenz, DSGVO und Automatisierung – mit Checkliste und Beispielen.

Lesezeit: ca. 12 Min. · Aktualisiert: 2026-07-08

Du willst den kompletten A–Z‑Pfad? Online‑Kurs erstellen (Hauptanleitung).

Kurzfassung

  • Worum geht’s? So baust du einen E-Mail-Funnel, der deinen Online-Kurs verkauft: Freebie, Willkommensserie, Verkaufssequenz, DSGVO und Automatisierung – mit Checkliste und Beispielen.
  • Hauptanleitung: Online‑Kurs erstellen (A–Z)
  • Inhalt (Überblick): Was ein E-Mail-Funnel für Online-Kurse leistet → Die Bausteine: Freebie, Willkommensserie, Verkaufssequenz → Die Willkommens-Sequenz aufbauen → Die Verkaufs-Sequenz (Launch & Evergreen) → DSGVO: Double-Opt-In und Nachweise → Automatisierung: Tags, Trigger, Segmente
  • FAQ: Am Ende findest du kurze, klare Antworten auf häufige Fragen.

Was ein E-Mail-Funnel für Online-Kurse leistet

Die meisten Kursanbieter kennen dieses Muster: Man postet auf Instagram, jemand zeigt Interesse, schreibt vielleicht sogar eine Nachricht – und dann passiert nichts mehr. Der Kontakt versandet. Genau diese Lücke schließt ein E-Mail-Funnel. Er sorgt dafür, dass aus einem einmaligen Interesse ein planbarer Weg zum Kauf wird, statt jedes Mal von vorne anzufangen.

Ein E-Mail-Funnel ist im Kern ein festgelegter Ablauf aus mehreren E-Mails, die eine Person nach der Anmeldung automatisch bekommt. Das Ziel ist eine Reise in drei Stufen: aus einem Interessenten (jemand trägt sich für ein kostenloses Freebie ein) wird über Vertrauen (die Willkommensserie liefert echten Nutzen) am Ende ein Käufer (die Verkaufssequenz macht ein konkretes Angebot). Kein Schritt wird übersprungen, und keiner davon hängt davon ab, ob du gerade Zeit und Lust hast.

Der entscheidende Unterschied zum manuellen Verkaufen: Ein Funnel ist planbar und automatisiert. Du schreibst die E-Mails einmal, legst die Reihenfolge und die Abstände fest – und danach durchläuft jede neue Anmeldung denselben durchdachten Weg. Ob sich heute eine Person einträgt oder zehn, ob du im Urlaub bist oder am Schreibtisch: Der Ablauf bleibt gleich und läuft ohne dein Zutun weiter.

Wichtig ist die richtige Erwartung. Ein Funnel ist kein Automat, in den man oben Fremde hineinwirft und unten Käufer herausfallen. Er verstärkt, was du an Inhalt und Angebot mitbringst. Ist dein Freebie schwach oder dein Kurs nicht ausgereift, macht auch die beste Automatisierung daraus keinen Selbstläufer. Ein Funnel ist ein Werkzeug, das gute Arbeit skalierbar macht – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Der E-Mail-Funnel ist dabei ein Baustein im größeren Bild. Wie er sich in deine gesamte Vermarktung einfügt, liest du im Überblick zum Online-Kurs-Marketing. Und wie du überhaupt genug Menschen in den Funnel bekommst, behandeln wir unter Teilnehmer gewinnen.

Die Bausteine: Freebie, Willkommensserie, Verkaufssequenz

Ein funktionierender Funnel besteht aus wenigen, klar getrennten Teilen. Jeder Teil hat genau eine Aufgabe. Wenn du diese Aufgaben nicht vermischst, wird der ganze Ablauf leichter zu bauen und leichter zu verbessern.

Das Freebie (Lead-Magnet)

Das Freebie ist der Einstieg: ein kostenloses Angebot, für das jemand seine E-Mail-Adresse hinterlässt. Die wichtigste Regel lautet: Ein gutes Freebie löst ein konkretes Mini-Problem – schnell und vollständig. Nicht das große Thema deines Kurses, sondern ein kleiner Ausschnitt, bei dem die Person nach wenigen Minuten ein Erfolgserlebnis hat. Eine Checkliste, eine Vorlage, ein kurzes Video, ein Rechner. Je enger das Freebie zum späteren Kursangebot passt, desto besser funktioniert der Funnel.

Die Anmeldeseite mit Double-Opt-In

Auf der Anmeldeseite trägt sich die Person ein. In Deutschland gilt dabei das Double-Opt-In als sicherer Standard: Nach dem Eintragen kommt zuerst eine Bestätigungs-E-Mail, und erst mit dem Klick darauf ist die Person wirklich in deiner Liste. Das schützt dich rechtlich und sorgt dafür, dass nur echte Interessenten landen. Mehr dazu im Abschnitt zur DSGVO weiter unten.

Die Willkommensserie

Direkt nach der Bestätigung startet die Willkommensserie – meist drei bis fünf E-Mails über einige Tage verteilt. Ihre Aufgabe ist nicht der Verkauf, sondern der Aufbau von Vertrauen. Sie liefert Nutzen, erzählt deine Geschichte und macht klar, wofür du stehst.

  • Nutzen liefern: Das Freebie einlösen und direkt weiterhelfen, damit die Person merkt, dass bei dir Substanz kommt.
  • Story: Wer du bist und warum du dieses Thema unterrichtest – das macht dich greifbar und unterscheidbar.
  • Positionierung: Wofür du stehst, welchen Weg du empfiehlst und warum – das bereitet das spätere Angebot vor, ohne schon zu verkaufen.

Die Verkaufssequenz

Erst danach kommt die Verkaufssequenz. Hier machst du dein Angebot, räumst typische Einwände aus und arbeitest – ehrlich – mit Verknappung, etwa einem echten Anmeldeschluss oder einem befristeten Bonus. Wichtig ist das Wort ehrlich: Erfundene Countdowns, die nach Ablauf einfach neu starten, zerstören Vertrauen schneller, als jede E-Mail es aufbauen kann.

Danach: Newsletter und Nurture

Wer nicht kauft, ist nicht verloren. Nach der Verkaufssequenz wandert die Person in deinen laufenden Newsletter (oft Nurture genannt): regelmäßige E-Mails mit Mehrwert, in denen du hin und wieder wieder auf dein Angebot hinweist. Viele Käufe passieren erst Wochen oder Monate nach der ersten Anmeldung.

Die Grundstruktur auf einen Blick

Freebie → Anmeldeseite mit Double-Opt-In → Willkommensserie (Vertrauen) → Verkaufssequenz (Angebot) → laufender Newsletter. Baue nicht alles auf einmal. Ein einfaches Freebie plus drei Willkommens-Mails plus drei Verkaufs-Mails ist ein vollständiger erster Funnel, der bereits verkaufen kann.

Die Willkommens-Sequenz aufbauen

Die Willkommensserie ist der Moment, in dem das Interesse am größten ist. Jemand hat sich gerade eingetragen, deinen Namen im Kopf und die Bestätigungs-E-Mail geöffnet. Diese Aufmerksamkeit bekommst du kein zweites Mal so leicht. Deshalb lohnt es sich, die ersten Mails bewusst zu gestalten. Hier eine bewährte Struktur für fünf E-Mails, die du auf drei kürzen kannst.

  1. Mail 1 – sofort liefern (Tag 0): Das Freebie bereitstellen, kurz begrüßen und in einem Satz sagen, was die Person von dir erwarten darf. Kein Small Talk, direkt der versprochene Nutzen. Diese Mail hat fast immer die höchste Öffnungsrate – verschwende sie nicht.
  2. Mail 2 – schnelles Ergebnis (Tag 1): Hilf beim ersten Schritt mit dem Freebie oder gib einen konkreten Tipp, der sofort umsetzbar ist. Ziel ist ein kleines Erfolgserlebnis, das dich als hilfreich bestätigt.
  3. Mail 3 – deine Geschichte (Tag 3): Erzähle, warum du dieses Thema unterrichtest. Wo du selbst gestartet bist, welchen Fehler du gemacht hast, was sich verändert hat. Menschen kaufen von Menschen – diese Mail baut die persönliche Verbindung.
  4. Mail 4 – Positionierung und Sichtweise (Tag 5): Zeig deinen Ansatz. Was machst du anders als das, was die Person bisher gehört hat? Räume nebenbei einen verbreiteten Irrtum aus. Das bereitet dein Angebot vor, ohne es schon zu nennen.
  5. Mail 5 – Brücke zum Angebot (Tag 7): Fasse zusammen, wohin die Reise geht, und deute zum ersten Mal an, dass es einen Weg gibt, tiefer mit dir zu arbeiten – deinen Kurs. Damit ist der Übergang zur Verkaufssequenz gebaut.

Die genauen Abstände sind kein Gesetz. Wichtiger als der perfekte Tag ist, dass die Mails überhaupt kommen und einen roten Faden haben. Schreibe so, wie du sprichst. Eine Willkommensserie darf persönlich und locker sein – sie soll sich anfühlen wie eine echte Nachricht, nicht wie ein Werbeprospekt.

Betreffzeilen entscheiden

Die beste E-Mail bringt nichts, wenn sie nicht geöffnet wird. Halte Betreffzeilen kurz, konkret und neugierig – ohne reißerisch zu werden. „Dein erster Schritt“ schlägt „Herzlich willkommen in meinem Newsletter“ fast immer.

Die Verkaufs-Sequenz (Launch & Evergreen)

Nach dem Vertrauen kommt das Angebot. Die Verkaufssequenz ist eine Reihe von E-Mails mit einem klaren Ziel: Die Person soll sich entscheiden, deinen Kurs zu kaufen. Dafür gibt es zwei grundsätzlich verschiedene Bauformen – Launch und Evergreen. Beide funktionieren, sie passen nur zu unterschiedlichen Situationen.

Der Launch – zeitlich begrenzt

Beim Launch öffnest du deinen Kurs für alle gleichzeitig, für ein festes Zeitfenster, zum Beispiel eine Woche. Alle auf deiner Liste bekommen dieselben Verkaufs-Mails zur selben Zeit. Am Ende schließt der Verkauf wirklich. Diese echte Frist erzeugt eine ehrliche Verknappung: Wer jetzt nicht kauft, muss auf den nächsten Launch warten. Launches bringen konzentrierten Umsatz und viel Energie, kosten aber jedes Mal Vorbereitung und lassen sich nicht komplett automatisieren. Wie du so etwas planst, findest du in der Launch-Strategie.

Evergreen – automatisiert und an das Anmeldedatum gekoppelt

Beim Evergreen-Ansatz bekommt jede Person die Verkaufssequenz individuell – gekoppelt an ihr eigenes Anmeldedatum. Trägt sich jemand am Montag ein, startet die Verkaufssequenz eben an diesem Montag; für die nächste Person am Donnerstag entsprechend später. Auch Verknappung ist hier möglich, aber sie muss persönlich und ehrlich sein: etwa ein Bonus, der 72 Stunden nach dem individuellen Sequenz-Start ausläuft. Der Vorteil: Der Funnel verkauft dauerhaft, ohne dass du jedes Mal einen Launch fährst. Die technische Umsetzung mit automatischen Countdowns behandeln wir ausführlich im Evergreen-Funnel-Guide.

Was in der Verkaufssequenz steht

  • Das Angebot: Klar benennen, was der Kurs ist, für wen er ist und welches Ergebnis er bringt.
  • Einwände: „Keine Zeit“, „zu teuer“, „schaffe ich nicht“ – jede dieser Sorgen verdient eine eigene ehrliche Antwort, gerne mit einem Beispiel oder einer Erfahrung.
  • Beweis: Ergebnisse, Stimmen von Teilnehmern, ein Blick in den Kurs – alles, was die Entscheidung erleichtert.
  • Verknappung, ehrlich: Ein echter Anmeldeschluss oder ein echter befristeter Bonus. Die letzte Mail vor Schluss erinnert freundlich daran.

Für den Anfang ist Evergreen mit einer schlanken Sequenz oft die pragmatischste Wahl: Du baust sie einmal und sie läuft. Launches kannst du später ergänzen, wenn du deine Liste vergrößert hast und den Aufwand stemmen willst. Wie du dein Kursangebot selbst schärfst, liest du unter Online-Kurs verkaufen.

DSGVO: Double-Opt-In und Nachweise

E-Mail-Marketing ist in Deutschland und der EU rechtlich geregelt. Das klingt zunächst nach Bürokratie, ist in der Praxis aber gut machbar, wenn du ein paar Grundregeln beachtest. Dieser Abschnitt ersetzt keine Rechtsberatung, gibt dir aber die wichtigsten Punkte an die Hand. Eine ausführliche Behandlung findest du im DSGVO-Guide für Online-Kurse.

Double-Opt-In als sicherer Standard

Werbliche E-Mails darfst du nur an Personen senden, die dem ausdrücklich zugestimmt haben. Der sichere Weg, diese Einwilligung nachzuweisen, ist das Double-Opt-In: Nach dem Eintragen erhält die Person eine Bestätigungs-E-Mail und muss aktiv auf einen Link klicken. Erst danach ist sie in deiner Werbeliste. So kann niemand fremde Adressen eintragen, und du hast einen belastbaren Nachweis.

Protokollierung der Einwilligung

Halte fest, wann und wie die Einwilligung erteilt wurde. Seriöse E-Mail-Tools erledigen das automatisch und speichern die wichtigsten Angaben:

  • den Zeitpunkt der Anmeldung und der Bestätigung,
  • die Quelle beziehungsweise das Anmeldeformular,
  • den Text, dem die Person zugestimmt hat.

Diese Protokolle brauchst du im Zweifel als Beleg. Lösche sie nicht vorschnell und nutze ein Tool, das sie sauber führt.

Einfache Abmeldung

Jede werbliche E-Mail muss einen gut sichtbaren Abmelde-Link enthalten, der sofort und ohne Hürden funktioniert. Eine leichte Abmeldung ist keine Schwäche, sondern schützt dich rechtlich und hält deine Liste gesund: Wer nicht mehr lesen will, soll gehen können.

Kurszugang und Werbung trennen

Ein wichtiger Punkt, der oft übersehen wird: Trenne notwendige E-Mails vom Werblichen. E-Mails, die zur Erfüllung des Kaufvertrags nötig sind – Zugangsdaten, Rechnung, Kursinfos an zahlende Teilnehmer – sind kein Marketing und setzen keine Werbe-Einwilligung voraus. Vermische diese Zugangs-Mails aber nicht mit deiner Werbe-Kommunikation. In der Praxis hilft eine saubere Trennung über Tags oder getrennte Listen, damit ein Kunde nur das bekommt, wofür er sich entschieden hat.

Praxis-Hinweis

Wer bei dir kauft, hat damit nicht automatisch dem Newsletter zugestimmt. Kurszugang darfst du senden, für werbliche Mails brauchst du die separate Einwilligung – zum Beispiel über ein Häkchen im Bestellprozess oder eine eigene Anmeldung. Der DSGVO-Guide zeigt, wie du das rechtssicher aufsetzt.

Automatisierung: Tags, Trigger, Segmente

Was den Funnel wirklich automatisch macht, sind drei Werkzeuge, die jedes gute E-Mail-Tool mitbringt: Tags, Trigger und Segmente. Wenn du diese drei Begriffe verstanden hast, kannst du fast jeden Ablauf bauen, den du dir vorstellst.

Tags – Etiketten für Kontakte

Ein Tag ist ein Etikett, das du einem Kontakt anheftest, zum Beispiel „Freebie Checkliste“, „Willkommensserie abgeschlossen“ oder „Kurs gekauft“. Tags speichern, was eine Person getan hat. Sie sind die Grundlage für alles Weitere, weil du damit später genau steuerst, wer welche Mail bekommt.

Trigger – Auslöser für Aktionen

Ein Trigger ist ein Ereignis, das etwas in Gang setzt. „Wenn sich jemand für das Freebie einträgt, dann starte die Willkommensserie.“ „Wenn jemand den Kurs kauft, dann setze den Tag Käufer und stoppe die Verkaufssequenz.“ Trigger sind das Wenn-dann des Funnels und verbinden die einzelnen Bausteine automatisch.

Segmente – Gruppen nach Merkmalen

Ein Segment ist eine Gruppe von Kontakten mit gemeinsamen Merkmalen, etwa „alle mit Tag Freebie, aber ohne Tag Käufer“. Segmente helfen dir, gezielt zu schreiben: Käufer bekommen andere Mails als Interessenten, und niemand erhält ein Verkaufsangebot für etwas, das er längst besitzt.

Verknüpfung mit Digistore24

Richtig rund wird der Funnel, wenn das Bezahlsystem mit dem E-Mail-Tool spricht. Über Digistore24 lässt sich der Kauf direkt an dein E-Mail-Tool melden. Der Ablauf sieht dann so aus:

  1. Eine Person kauft deinen Kurs über Digistore24.
  2. Digistore24 meldet den Kauf an dein E-Mail-Tool, das den Tag „Kurs gekauft“ setzt.
  3. Der Tag stoppt automatisch die Verkaufssequenz und startet die Zugangs-Mails mit den Login-Daten.

So bekommt niemand weiter Verkaufs-Mails, nachdem er gekauft hat, und der Kurszugang wird ohne dein Zutun ausgeliefert. Wie du diese Kette technisch einrichtest, erklärt der Leitfaden zur Digistore-Automation Schritt für Schritt.

Klein anfangen

Du musst nicht am ersten Tag ein Dutzend Automatisierungen bauen. Ein Tag für das Freebie, ein Trigger für die Willkommensserie und ein Tag für den Kauf reichen für den Start. Erweitere erst, wenn dein Funnel läuft und du siehst, wo es hakt.

Häufige Fehler im E-Mail-Funnel

Die meisten Funnel scheitern nicht an der Technik, sondern an vermeidbaren inhaltlichen Fehlern. Wer diese vier kennt, ist den meisten Kursanbietern voraus.

Nur verkaufen, ohne Mehrwert

Der häufigste Fehler: Jede Mail dreht sich um das Angebot. Wer nur verkauft, ohne vorher zu helfen, verliert die Menschen schnell. Vertrauen entsteht durch echten Nutzen. Als grobe Orientierung: deutlich mehr hilfreiche als verkaufende E-Mails über die Zeit hinweg. Erst geben, dann bitten.

Zu seltener Kontakt

Viele trauen sich nicht, regelmäßig zu schreiben, aus Angst zu nerven. Das Gegenteil ist das Problem: Wer nur alle paar Monate eine Mail schickt, wird vergessen. Die Person weiß dann nicht mehr, wer du bist, und der Abmelde-Reflex ist groß. Ein verlässlicher Rhythmus – etwa wöchentlich – hält die Verbindung lebendig.

Kein klares Freebie-zu-Angebot-Match

Wenn dein Freebie ein anderes Thema behandelt als dein Kurs, passt die Reise nicht zusammen. Jemand trägt sich für Thema A ein und bekommt am Ende ein Angebot zu Thema B – das überzeugt niemanden. Freebie und Kurs müssen auf derselben Linie liegen: Das Freebie ist der erste Schritt, der Kurs der logische nächste.

Kein Double-Opt-In

Manche sparen sich das Double-Opt-In, weil es einen Klick mehr kostet. Das ist rechtlich riskant und praktisch schlecht: Ohne bestätigte Einwilligung fehlt dir der Nachweis, und deine Liste füllt sich mit Fehleinträgen. Der eine zusätzliche Schritt schützt dich – lass ihn nicht weg.

Der stille Fehler: nie messen

Schau dir Öffnungs- und Klickraten an. Wenn eine Willkommens-Mail kaum geöffnet wird, liegt es meist an der Betreffzeile. Wenn die Verkaufssequenz keine Käufe bringt, prüfe Angebot und Einwände. Ein Funnel wird selten beim ersten Versuch perfekt – er wird gut, weil du beobachtest und nachbesserst.

Checkliste: dein erster Funnel

Wenn du deinen ersten E-Mail-Funnel aufsetzt, arbeite diese Punkte der Reihe nach ab. Sie ergeben zusammen einen vollständigen, verkaufsfähigen Funnel – ohne Überbau.

  1. Freebie festlegen: Ein konkretes Mini-Problem, das eng zu deinem Kurs passt und schnell ein Erfolgserlebnis bringt.
  2. Anmeldeseite bauen: Klare Überschrift, ein Formular, ein Versprechen – und Double-Opt-In aktiviert.
  3. Bestätigungs-Mail einrichten: Freundlich, mit deutlichem Bestätigungslink.
  4. Willkommensserie schreiben: Drei bis fünf Mails, die Nutzen liefern, deine Geschichte erzählen und dich positionieren.
  5. Verkaufssequenz schreiben: Angebot, Einwände, Beweis und eine ehrliche Verknappung.
  6. Tags und Trigger anlegen: Tag fürs Freebie, Trigger für die Willkommensserie, Tag für den Kauf.
  7. Digistore24 verbinden: Kauf setzt Tag, Tag stoppt die Verkaufssequenz und liefert den Zugang.
  8. DSGVO prüfen: Double-Opt-In, Protokollierung, Abmelde-Link, Trennung von Zugangs- und Werbe-Mails.
  9. Selbst durchlaufen: Trage dich mit einer Testadresse ein und geh den kompletten Weg einmal durch.
  10. Live schalten und messen: Öffnungs- und Klickraten beobachten, dann gezielt nachbessern.
Reihenfolge der Umsetzung

Baue zuerst Freebie, Anmeldeseite und Willkommensserie – damit sammelst du schon Kontakte, während du an der Verkaufssequenz feilst. So steht dein Funnel nicht wochenlang still, bis alles fertig ist.

Fazit

Ein E-Mail-Funnel verwandelt zufällige Aufmerksamkeit in einen planbaren Weg zum Kauf. Aus Interessenten, die sich für dein Freebie eintragen, werden über eine Willkommensserie Menschen, die dir vertrauen – und aus einem Teil von ihnen über die Verkaufssequenz Käufer. Das Beste daran: Du baust diesen Ablauf einmal, und danach läuft er automatisch für jede neue Anmeldung.

Die Bausteine sind überschaubar: ein Freebie, das ein konkretes Mini-Problem löst, eine Anmeldeseite mit Double-Opt-In, eine Willkommensserie für das Vertrauen und eine Verkaufssequenz mit ehrlichem Angebot. Tags, Trigger und Segmente machen den Ablauf automatisch, und die Verbindung zu Digistore24 schließt die Lücke zwischen Kauf und Kurszugang. Halte dich an die DSGVO-Grundlagen, und du bist auf der sicheren Seite.

Fang klein an. Ein einfaches Freebie mit drei Willkommens- und drei Verkaufs-Mails ist ein vollständiger Funnel, der bereits verkaufen kann. Verbessere ihn Schritt für Schritt, sobald du siehst, wie deine Kontakte reagieren. Perfektion ist nicht das Ziel – ein Funnel, der läuft, schlägt jeden, der nur geplant ist.

Alles, was du für den Start brauchst – Kursbereich, Verkaufsseiten und die Anbindung ans Bezahlsystem – findest du gebündelt auf unserer Startseite. Von dort baust du deinen ersten Funnel auf ein solides Fundament.

Weiterführende Anleitungen

Diese vier Seiten bilden den Kern unserer Anleitungen. Sie helfen dir, Idee, Umsetzung, Plattform‑Auswahl und DSGVO sauber zusammenzubringen.

FAQ

Was ist ein E-Mail-Funnel für Online-Kurse?
Eine automatisierte Abfolge von E-Mails, die aus Interessenten (nach der Freebie-Anmeldung) über Vertrauen (Willkommensserie) planbar Käufer macht (Verkaufssequenz) – statt manuell einzeln zu verkaufen.
Brauche ich Double-Opt-In für meinen Funnel?
Für Newsletter- und Marketing-Mails ist Double-Opt-In in Deutschland der sichere Standard: Einwilligung, Bestätigungsmail und Protokollierung. Notwendige Kurszugang-Mails hältst du davon getrennt. Mehr im DSGVO-Guide.
Was ist der Unterschied zwischen Launch- und Evergreen-Funnel?
Ein Launch-Funnel verkauft in einem zeitlich begrenzten Fenster mit echter Verknappung. Ein Evergreen-Funnel läuft dauerhaft und koppelt Angebote und Fristen an das individuelle Anmeldedatum jedes Interessenten.
Wie viele E-Mails sollte eine Willkommens-Sequenz haben?
Oft reichen 3–5 E-Mails: Nutzen liefern, Story und Positionierung, Übergang zum Angebot. Wichtiger als die Anzahl ist, dass jede Mail einen klaren Zweck hat und echten Mehrwert bietet.
Katharina
Von Katharina
Kundensupport & Technischer Support
Team kennenlernen · Stand: 2026-07-08

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