Glossar: Begriffe rund um Online-Kurse
Die wichtigsten Begriffe aus Kurserstellung, Verkauf, Recht und Steuern – kurz und verständlich erklärt. Jeder Eintrag verlinkt zur passenden ausführlichen Anleitung.
- AVV (Auftragsverarbeitungsvertrag)
- Vertrag nach DSGVO zwischen dir und einem Dienstleister, der personenbezogene Daten in deinem Auftrag verarbeitet (z. B. Hosting, E-Mail-Tool). Er regelt Zweck, Umfang und Schutz der Datenverarbeitung. Mehr im DSGVO-Guide.
- Bestimmungslandprinzip
- Steuerregel für den Verkauf digitaler Leistungen an Privatpersonen im EU-Ausland: Es gilt die Umsatzsteuer des Landes, in dem der Käufer sitzt – nicht die deines eigenen Landes. Praktisch abgewickelt über das OSS-Verfahren.
- Cart Close
- Das geplante Schließen des Verkaufsfensters bei einem Launch. Nach dem Cart Close ist der Kurs (vorübergehend) nicht mehr kaufbar – das erzeugt echte, ehrliche Verknappung statt Fake-Countdowns.
- Checkout
- Der Kaufabschluss-Prozess: Bestellseite, Zahlung und Bestätigung. Ein sauberer Checkout überträgt danach automatisch den Kurszugang an den Käufer. Bei onlinekurshosting.de läuft das über Digistore24.
- Digistore24
- Deutscher Zahlungsanbieter (Reseller/Händler), der Checkout, Rechnungen und Auszahlungen übernimmt. onlinekurshosting.de nutzt Digistore24 für die automatisierte Zahlungs- und Zugangsabwicklung. Details in der Digistore24-Automatisierung.
- Double-Opt-In
- Bestätigtes Anmeldeverfahren für E-Mail-Marketing: Nach der Eintragung muss der Empfänger seine Anmeldung per Link in einer Bestätigungsmail aktiv freigeben. In Deutschland der sichere Standard – siehe DSGVO-Guide.
- Drip-Content
- Zeitversetzte Freischaltung von Kursinhalten: Module oder Lektionen werden nicht sofort komplett, sondern nach Plan (z. B. wöchentlich) verfügbar. Das hält Teilnehmer im Rhythmus und reduziert Überforderung.
- DSGVO
- Datenschutz-Grundverordnung der EU. Sie regelt, wie personenbezogene Daten erhoben, verarbeitet und gespeichert werden dürfen – relevant für Anmeldungen, Zahlungen, Tracking und E-Mail-Marketing. Praxis im DSGVO-Guide für Online-Kurse.
- Evergreen-Funnel
- Ein automatisierter Verkaufsprozess, der dauerhaft läuft (statt eines zeitlich begrenzten Launches). Neue Interessenten durchlaufen dieselbe Sequenz jederzeit automatisch. Aufbau im Evergreen-Funnel-Guide.
- Fernunterrichtsschutzgesetz (FernUSG)
- Deutsches Gesetz, das entgeltlichen Fernunterricht mit Lernerfolgskontrolle regelt und teils eine ZFU-Zulassung verlangt. Ob dein Kurs darunterfällt, hängt von Konzept und Betreuung ab – siehe FernUSG-Guide.
- Freebie (Lead-Magnet)
- Ein kostenloses Angebot (Checkliste, Mini-Kurs, PDF), das ein konkretes kleines Problem löst und im Gegenzug die E-Mail-Adresse gewinnt. Einstieg in den E-Mail-Funnel.
- High-Ticket / Low-Ticket
- Preisklassen für Kurse: Low-Ticket meint günstige Einstiegsprodukte (ca. 19–99 €), High-Ticket hochpreisige Angebote (oft ab 1.000 €), meist mit Begleitung oder Feedback. Preisfindung im Preis-Guide.
- Kleinunternehmerregelung (§19 UStG)
- Regelung, die dich unterhalb bestimmter Umsatzgrenzen vom Ausweis der Umsatzsteuer befreit. Im Gegenzug kannst du keine Vorsteuer ziehen. Details im Umsatzsteuer-Guide.
- Launch
- Eine zeitlich begrenzte Verkaufsaktion für deinen Kurs, oft mit Vorbereitungsphase, Öffnungsfenster und Cart Close. Vorgehen in der Launch-Strategie.
- LMS (Learning Management System)
- Software zum Bereitstellen, Strukturieren und Ausliefern von Lerninhalten inklusive Zugängen, Fortschritt und Kursbereich. Eine Kursplattform ist im Kern ein LMS mit angebundenem Verkauf.
- Mitgliederbereich (Kursbereich)
- Der geschützte Bereich, in dem eingeschriebene Teilnehmer nach dem Login ihre Kurse, Lektionen und Downloads finden. Aufbau im Mitgliederbereich-Guide.
- OSS-Verfahren (One-Stop-Shop)
- Zentrales EU-Meldeverfahren für die Umsatzsteuer aus B2C-Verkäufen ins EU-Ausland. Statt dich in jedem Land einzeln zu registrieren, meldest du alles gebündelt. Mehr im Umsatzsteuer-Guide.
- Reseller-Modell
- Vertriebsmodell, bei dem ein Anbieter (z. B. ein Zahlungsdienst) dein Produkt in eigenem Namen weiterverkauft und die Umsatzsteuer-Abwicklung übernimmt. Vereinfacht die Steuer, kostet aber Marge und Kontrolle – Kontext im Ablefy-Vergleich.
- Reverse-Charge
- Verfahren bei B2B-Verkäufen ins EU-Ausland: Nicht du, sondern der unternehmerische Käufer schuldet die Umsatzsteuer. Voraussetzung ist dessen gültige USt-IdNr. Mehr im Umsatzsteuer-Guide.
- Sales Page (Verkaufsseite)
- Die Seite, die deinen Kurs verkauft: Ergebnis, Zielgruppe, Inhalte, Vertrauen und Angebot in klarer Reihenfolge. Aufbau in der Verkaufsseiten-Anleitung.
- Transaktionsgebühr
- Eine prozentuale Gebühr, die pro Verkauf anfällt – entweder von der Kursplattform, vom Zahlungsanbieter oder von beiden. Sie wächst mit deinem Umsatz. Vergleich im Beitrag Was kostet eine Kursplattform?.
- Upsell / Downsell
- Zusatzangebote im Kaufprozess: Ein Upsell bietet nach dem Kauf ein höherwertiges oder ergänzendes Produkt an, ein Downsell eine günstigere Alternative, wenn der Upsell abgelehnt wird.
- Webinar (automatisiert)
- Eine aufgezeichnete Präsentation, die wie ein Live-Webinar präsentiert wird und automatisch immer wieder abläuft. Sie liefert Mehrwert und leitet am Ende zum Angebot über. Aufbau im Webinar-Guide.
- Widerrufsrecht
- Verbraucher haben bei Fernabsatz grundsätzlich 14 Tage Widerrufsrecht. Bei digitalen Inhalten erlischt es vorzeitig, wenn der Kunde ausdrücklich zustimmt, dass sofort mit der Ausführung begonnen wird – Details im Beitrag rechtssicher verkaufen.